Kleegras statt Mais

Kleegras statt Mais, Schmetterling Biene & Co gefällts.

 

Kleegras und Luzerne gehören schon seit vielen Jahren zum Substratmix in unserer Biogasanlage und stellen eine echte Alternative zum Maisanbau dar.

 

In vielen ökologisch, aber auch konventionell wirtschaftendenen landwirtschaftlichen Betrieben ist man vom Anbau von Kleegras und Luzerne überzeugt. Der zusätzliche Nutzen als Biomasse in der Biogasanlage macht das Ganze daher noch interessanter.

Bereits auf einer Fläche von ca. 60% der Silomaisanbauflächen von denen Biomasse für unsere Biogasanlage geerntet wird, findet man Kleegras/Luzerne im mehrjährigen Anbau.

An dieser Stelle möchten wir den umliegenden Öko-Betrieben, speziell den Betrieben "Domäne Nonnenhof" und "Naturland Hof Weber", unseren Dank für die langjährige und gute Zusammenarbeit aussprechen.

 

Positive und wesentliche Wirkung für die Artenvielfalt. 

  • Kleegras ist allgemein ein gutes Nahrungs- und Bruthabitat für viele wild lebende Tierarten
  • Beliebtes Bruthabitat für Feldvögel wie Feldlerche und Grauammer, Nahrungshabitat für Greifvögel wie Schreiadler und Rotmilan sowie von Feldhasen
  • Luzerne und Rotklee sind sehr gute Nektarpflanzen für Bienen, Hummeln und viele Tagfalter
  • Heuschrecken und andere Insekten können sich bei mehrjährigem Kleegras aufgrund der fehlenden Bodenbearbeitung gut fortpflanzen
  • Fortpflanzungshabitat für den Kleinen Perlmutterfalter: in mageren Beständen kommt das Acker-Veilchen vor, an dem die Raupen des Falters leben

 

Die Vorteile von Kleegras/Luzerne kurz zusammengefasst:

  • Kleegras und Luzerne bauen im Boden aktiv Humus auf und erhöhen hierdurch die Bodenfruchtbarkeit. 
  • binden stärker als etwa Mais das klimaschädliche Kohlendioxid. 
  • Als Substrat in Biogasanlagen sind sie ähnlich ertragreich wie Mais, weisen jedoch eine bessere Energiebilanz auf, weil sie ohne den Einsatz von energieintensiv hergestelltem synthetischen Dünger wachsen. 
  • intensive Bodenbedeckung senkt die Erosionsgefahr
  • Im Gegensatz zu Mais werden die Pflanzen mindestens zweijährig angebaut. (Geringe Kosten für Saatgut und Anbau)
  • Kein Einsatz von Pflanzenschutzmittel nötig.

 

Ökologische Aspekt

Der Anbau von Kleegras ist unter ökologischen Aspekten vorteilhaft. Die Nährstoffaufnahme vor der Winterruhe sowie die früh einsetzende und insgesamt hohe Nährstoffaufnahme verhindern weitgehend die Nährstoffauswaschung und erleichtern die umweltschonende und pflanzenbaulich sinnvolle Ausbringung von Gärrest. Die intensive Bodenbedeckung senkt die Erosionsgefahr ganz erheblich. Die herausragende Stellung der Leguminosen in jeder Fruchtfolge ergibt sich durch ihren hohen Fruchtfolgewert. Dieser beruht auf der Stickstoff- fixierungsleistung dieser Arten, der Zufuhr an organischer Substanz über Wurzeln und Stoppeln, der starken Durchwurzelung sowie dem daraus resultierenden guten Garezustand des Bodens.

So kann bei Rotklee mit einer Stickstofffixierungsleistung von 3 bis 4 kg/ha und Jahr je Prozent Ertragsanteil ausgegangen werden (KÄDING und PETRICH, 2003).